Brüssel gilt als die Europa-Stadt schlechthin, denn die belgische Metropole wurde von der Europäischen Union als ihr Hauptsitz auserkoren. Das Europaviertel ist schon längst zu einer der größten Attraktionen auf einer Städtereise nach Brüssel geworden.

Doch mittlerweile droht das europäische Brüssel das alte Brüssel zu verschlingen. Die rund 30.000 EU-Mitarbeiter haben sich schon fast eine kleine Stadt innerhalb der Stadt erobert. Die fast zwei Millionen Quadratmeter Bürofläche vertragen sich irgendwie so gar nicht mit der vom Jugendstil geprägten Altstadt von Brüssel.

Gefährdet ist natürlich nicht der Grand Place im Zentrum von Brüssel, der unter dem Schutz des UNESCO Weltkulturerbes steht. Aber viele der alten flämischen Bürgerhäuser werden abgerissen und durch neue Hochhäuser aus Stahl und Glas ersetzt.

Um dem Einhalt zu gebieten, wurde nun ein neuer Architekt beauftragt, nicht nur neue Hotels in Brüssel zu bauen, sondern das komplette Europa-Viertel neu zu gestalten. Ein „Ökobezirk“ soll entstehen, in dem Wohnbauten, kulturelle und Erholungsräume nebeneinander existieren können. Das alles wird natürlich Millionen von Euro verschlingen, vielleicht sogar Milliarden. Aber angesichts der Probleme der EU zurzeit kann man sagen: alles Geld ist gut angelegt, solange es nicht in eine Bank investiert wird.

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