26. Juli, 2010
La Gomera – eine Insel mit Pfiff

Wer auf La Gomera Urlaub macht, braucht sich nicht wundern, wenn er in der Ferne plötzlich ein seltsames Pfeifen hört. Die Pfiffe dienen schon seit Jahrhunderten als Kommunikationsmittel, um sich über große Entfernungen und über Schluchten hinweg zu verständigen. Diese Pfeifsprache wird “El Silbo”, übersetzt “Der Pfiff”, genannt und existiert heute nur noch auf der kleinen Kanareninsel La Gomera.
Gesprochen wird hierbei über Pfiffe mit unterschiedlichen Tonhöhen und -längen, die verschiedene Konsonanten und Vokale darstellen. Wer “El Silbo” beherrscht, kann sich sogar auf verschiedenen Sprachen unterhalten. Und das mit einer Reichweite von bis zu drei Kilometern.
Die genaue Herkunft der Pfeifsprache, mit der sich bereits die Ureinwohner von La Gomera verständigten, ist ungewiss. Um sie vor dem Aussterben zu bewahren, wurde “El Silbo” von der Inselregierung 1999 als Pflichtfach in den Schulen eingeführt.
Wer sich für die Pfeifsprache interessiert und bei einem Besuch auf La Gomera gerne mehr darüber erfahren möchte, der fragt am besten direkt bei den Einheimischen nach. Sie erzählen gerne, wie sie die Sprache von ihren Vorfahren erlernt haben und werden bestimmt eine Kostprobe zum Besten geben.
Tags:Kanaren, La Gomera, Pfeifsprache, Tradition






